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| Ein
Horoskop verlangt keine astrologische
Vorkenntnisse. Aber vielleicht ist Ihr Interesse an dieser
faszinierenden Erfahrungswissenschaft geweckt. Diese kleine
Online-Einführung zeigt Ihnen die Grundlagen der astrologischen Technik
auf.
Das
astrologische Menschenbild
Die Astrologie sieht den
Menschen nicht nur von Erbanlagen und Umwelteinflüssen
geprägt, sondern auch vom Zustand unseres Sonnensystems zum
Zeitpunkt seiner Geburt. Dabei werden die Planeten als
grundlegende Wesenskräfte aufgefaßt, aus denen der Mensch
gleichsam besteht und über die er verfügt.
Diese
Wesenskräfte zeigen sich - je nach ihrer Position im Tierkreis
und ihrem Verhältnis zueinander - in individuell verschiedenen
Ausformungen. Die Aspekte bezeichnen das Verhältnis der
Wesenskräfte zueinander, die auf den Geburtsort bezogene
Stellung der Planeten gibt Aufschluß über ihre Beziehungen zu den
zwölf durch die astrologischen Häuser umrissenen menschlichen
Lebensbereichen.
In der
Interpretation und Synthese der einzelnen "Bestandteile"
(Planeten), ihrer "Eigenschaften" (Elemente, Tierkreiszeichen,
Häuser) und ihrer Dynamik untereinander (Aspekte) entwirft die
Astrologie, ausgehend vom Geburtshoroskop, ein vollständiges,
umfassendes Bild des individuellen Menschen und seines
Entwicklungspotentials.
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Sonne Die Sonne bezeichnet den Wesenskern
eines Menschen, sein zentrales Anliegen, sein inneres Selbst, seine
Vitalität und Durchsetzungsfähigkeit, den Grundton, auf den hin alles
bezogen ist. Entsprechung im Tierkreis: Löwe
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Mond Der Mond steht für die Gefühle und
Emotionen, für die Empfindungsweise, Phantasie und seelische
Grundstimmung eines Menschen. Auch Takt-, Rhythmus- und Zeitgefühl,
Veränderungsfreudigkeit, Beweglichkeit und Vielseitigkeit sind
Entsprechungen dieser Wesenskraft.
Entsprechung im Tierkreis: Krebs |
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Merkur Merkur stellt den Verstand, die
Vernunft, das Rationale im Menschen dar. Weitere wichtige
Entsprechungsebenen sind Sprechen, Schreiben, Ordnen, Abwägen und
Auswerten, Lernfreude und Geschicklichkeit. Entsprechung im
Tierkreis: Zwillinge und Jungfrau |
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Venus Schönheitssinn, Genußfreude,
ästhetisches Empfinden, Harmoniestreben, Geselligkeit,
Beziehungsfreudigkeit und Erotik sind die wichtigsten Entsprechungen
dieser Wesenskraft. Entsprechung im Tierkreis: Waage und Stier
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Mars Mars steht für die Energie und Tatkraft,
den Mut, die Entschlossenheit, Spontaneität und Impulsivität eines
Menschen. Auch Kampfbereitschaft, Aggressivität und die Art des
Krafteinsatzes lassen sich aus der Marsstellung ersehen.
Entsprechung im Tierkreis: Widder |
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Jupiter Die Suche nach einem individuellen
Sinn und Ziel im Leben, Optimismus, Zuversicht und Gerechtigkeitsstreben
sind die wichtigsten Entsprechungen dieser Wesenskraft. Sie steht auch
für die Lebensphilosophie und den Glauben eines Menschen, für sein
Streben nach geistigem Wachstum und Erweiterung. Entsprechung im
Tierkreis: Schütze |
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Saturn Saturn zeigt an, wo wir auf Grenzen
und Widerstände stoßen, wie wir die "harte Wirklichkeit" erfahren und
mit ihr umgehen. Als menschliche Wesenskraft steht Saturn für das
Gewissen und die moralischen Vorstellungen eines Menschen, für die
Gesetze und Regeln, die er sich selbst gibt, aber auch für seine
Konzentrations- und Widerstandsfähigkeit, seine Ernsthaftigkeit,
Vorsicht und Zurückhaltung. Entsprechung im Tierkreis: Steinbock |
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Uranus Uranus steht für die Intuition eines
Menschen, er vermittelt plötzliche Inspirationen und Geistesblitze,
Aufgeschlossenheit für alles Neue, Fremdartige und Ungewöhnliche. Das
"Querdenken" und das "Sich-quer-legen" gehören ebenfalls zu dieser
Wesenskraft, die auch als charakteristisch für die ganze Astrologie
angesehen wird. Entsprechung im Tierkreis: Wassermann |
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Neptun Diese Wesenskraft gibt uns
übersinnliche Fähigkeiten und Wahrnehmungen, sie ist unser Zugang zu den
transzendenten und mystischen Bereichen des Lebens. Gerade hier sind
Täuschung und Selbsttäuschung, Illusion und trügerischer Schein schwer
vom Wirklichen zu trennen, und so steht Neptun für diese Dinge ebenso
wie für Drogen und alle anderen Arten von Scheinwirklichkeiten.
Entsprechung im Tierkreis: Fische |
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Pluto Pluto bezeichnet unseren Umgang mit
persönlichen und überpersönlichen Mächten - sei es, daß wir diesen
Mächten ausgesetzt sind, oder daß wir selbst sie ausüben. Diese
Wesenskraft beschreibt unser Verhältnis zum Dämonischen und Magischen,
unsere regenerativen Kräfte sowie unsere Fähigkeit zu radikaler
Veränderung und Erneuerung: Stirb und werde. Entsprechung im
Tierkreis: Skorpion |
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Neben den zehn "klassischen"
Planeten, über deren vorrangige Bedeutung sich alle
Astrologinnen und Astrologen einig sind, gibt es noch eine
Reihe anderer Himmelskörper, deren Wichtigkeit verschieden
beurteilt wird. Große Beachtung hat Chiron gefunden,
der noch ausführlich besprochen wird.
Manche Astrologinnen beachten und deuten
auch die Stellung der vier größten Asteroiden, Ceres, Pallas,
Juno und Vesta. Bestimmte astrologische Schulen kennen zudem
eine ganze Reihe sogenannter "hypothetischer" Planeten, die
keinem der bisher bekannten Himmelskörper im Sonnensystem
entsprechen.
Rückläufigkeit
Schaut man von "oben" auf unser
Sonnensystem, so bewegen sich alle Planeten in der gleichen
Richtung (nämlich gegen den Uhrzeigersinn) um die Sonne. Die
Astrologie betrachtet die Planeten jedoch so, wie sie von der
Erde aus zu sehen sind, und so scheinen sich die Planeten
manchmal rückwärts zu bewegen - beispielsweise dann, wenn ein
äußerer, langsam laufender Planet wie etwa Saturn von der Erde
überholt wird. Befindet sich ein Planet in einer solchen
scheinbaren Rückläufigkeitsphase, so wird dies bei allen
astrologischen Positionsangaben mit einem R gekennzeichnet.
Über eine Deutung der
Rückläufigkeitsphasen gehen die Meinungen auseinander;
Einigkeit herrscht jedoch darüber, daß man diese Information
heranziehen kann, um zu entscheiden, ob ein bestimmter Aspekt
noch gültig ist oder nicht. Auch bei anderen
astrologischen Betrachtungsweisen kann die Rückläufigkeit
eines Planeten ergänzende Anhaltspunkte bieten.
Andere Punkte im Horoskop
Schließlich kennt die Astrologie
noch eine bunte Sammlung auf symbolische Weise aus dem
Horoskop abgeleiteter Punkte wie z.B. einen Glückspunkt oder
einen Alterspunkt, deren Wichtigkeit und Bedeutung heute
jedoch sehr umstritten sind.
Davon ausgenommen sind Lilith und die Mondknoten:
Diese Punkte werden von tatsächlich
bestehenden astronomischen Verhältnissen hergeleitet und
finden auch in der astrologischen Gemeinschaft allgemein
größere Beachtung. Die beiden (sich stets genau
gegenüberliegenden) Mondknoten entsprechen den Schnittpunkten
der Mondbahn mit der Bahn der Erde. In der astrologischen
Deutung werden sie meist als "karmische" Punkte aufgefaßt: Der
aufsteigende oder nördliche Mondknoten NN wird als die für
dieses Leben maßgebliche spirituelle Entwicklungsrichtung
gedeutet, während der südliche oder absteigende Mondknoten NS
die Erfahrungen symbolisiert, die man aus früheren Leben
mitbringt. Eine andere Auffassung bringt den nördlichen
Mondknoten mit wichtigen Begegnungen in Zusammenhang, den
südlichen dagegen mit Trennungen. Der bekannte deutsche
Astrologe Thomas Ring versteht die Mondknotenpunkte als
"Steigrohre des Unbewußten", wobei am nördlichen Mondknoten
unbewußte Inhalte ins Bewußtsein aufsteigen, am südlichen
Knoten dagegen bewußte Inhalte ins Unbewußte absinken.
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Die Gleichnamigkeit der
astrologischen Tierkreiszeichen mit bestimmten astronomischen
Konstellationen hat unter Nicht-Astrologen und Astronomen zu
beträchtlichen Mißverständnissen geführt.
Der astrologische Tierkreis mit seinen Zeichen ist im Grunde
lediglich ein Meßkreis, eine 360°-Skala, wobei den zwölf
Abschnitten dieser Skala eine elementare Charakteristik mit
bestimmten Qualitäten zugeordnet wird.
Nach der hier zu Grunde liegenden
Vorstellung besteht der ganze Kosmos aus den vier Elementen
Feuer, Luft, Wasser und Erde. Auf den Menschen angewendet,
bezeichnen diese Elemente Grundzüge des Wesens und des
Temperaments, die sich aus der unterschiedlichen Betonung
bestimmter Elemente im Horoskop ersehen lassen. Als Betonung
gilt die Besetzung eines entsprechenden Tierkreiszeichens mit
Planeten (s.o.), Aszendent oder MC (s. Abschnitt "Die Achsen
und die astrologischen Häuser").
Die vier Elemente stellen sehr
weitgefaßte Kategorien dar und können durch Ähnlichkeit und
Entsprechung auf alles nur Erdenkliche angewendet werden.
C. G. Jung hat eine psychologische Typologie
entwickelt, die den vier Elementen mit vier menschlichen
Grundfunktionen entspricht und ein modernes psychologisches
Verständnis dieser traditionellen Kategorien ermöglicht. Die
individuelle Betonung (Besetzung durch Planeten) oder
Unbetontheit der Elemente im Horoskop zeigt sehr grundlegende
Wesenszüge eines Menschen auf.
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Feuer
Feuerbetonte Menschen sind spontan und impulsiv; sie setzen
ihre Energien zuversichtlich ein und haben lebhafte Gefühle
und Vorstellungen.
Feuerzeichen: Widder, Löwe, Schütze |
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Luft
Luftbetonte Menschen sind lebhaft und anregsam; sie setzen
ihre Energien vielseitig ein; Gefühle und Vorstellungen sind
vergeistigt.
Luftzeichen: Waage, Wassermann, Zwillinge |
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Wasser
Wasserbetonte Menschen sind gefühlsbetont und reagieren
empfindsam; Gefühle und Vorstellungen sind reichhaltig und
tiefgründig.
Wasserzeichen: Krebs, Skorpion, Fische |
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Erde
Erdbetonte Menschen reagieren langsam und ruhig; sie setzen
ihre Energien ausdauernd ein; Gefühle und Vorstellungen sind
tiefgründig und ändern sich nur langsam.
Erdzeichen: Steinbock, Stier, Jungfrau
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Die westliche Tradition kennt
auch ein fünftes Element, die "Quinta Essentia". Dieses
Element könnte man schlicht als die Seele oder das spirituelle
Wesen eines Menschen bezeichnen. Es steht außerhalb der vier
gewöhnlichen Elemente und kann aus dem Horoskop nicht ersehen
werden - weshalb es auch unter Astrologen häufig übersehen
wird und unerwähnt bleibt. Es weist über die Lehre von den
vier Elementen und den Gültigkeitsbereich der Astrologie
hinaus auf die Freiheit des Menschen und die Unergründlichkeit
des Jenseitigen.
Die Zustandsformen der Elemente
Jedes der vier Elemente kommt in
drei Ausprägungen vor, die "kardinal", "fix" und
"veränderlich" genannt werden. Als Beispiel sei eine kleine
Anleihe bei der Physik gemacht, die ebenfalls verschiedene
Zustandsformen der (chemischen) Elemente beschreibt. So ist
das (herkömmliche) Wasser in seinem gewöhnlichen,
"eigentlichen" Zustand flüssig - aus astrologischer Sicht die
"kardinale" Zustandsform; im gefrorenen Zustand ist es fest -
für den Astrologen "fix"; und wenn man es über den Siedepunkt
erhitzt, wird es zu Wasserdampf - für den Astrologen geht es
in den "veränderlichen" Zustand über. Die individuelle
Planetenbesetzung dieser drei Kategorien bietet ebenfalls
grundlegende Aufschlüsse über das Wesen eines Menschen.
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kardinal
Menschen mit einer Betonung der kardinalen Zeichen zeigen
Führungs- und Gestaltungswillen; sie setzen Dinge in Gang und
orientieren sich an Zielen.
Kardinale Zeichen: Widder, Waage, Krebs, Steinbock
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fix
Menschen mit einer Betonung der fixen Zeichen wollen
Vorhandenes ausbauen und organisieren; sie erhalten Dinge
aufrecht und orientieren sich an festen Gegebenheiten.
Fixe Zeichen: Löwe, Wassermann, Skorpion, Stier
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veränderlich
Menschen mit einer Betonung der veränderlichen Zeichen
wollen verändern und erneuern; sie tauschen Dinge aus und
orientieren sich an Abläufen und Vorgängen.
Veränderliche Zeichen: Schütze, Zwillinge, Fische,
Jungfrau
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Jedes der 12 astrologischen
Tierkreiszeichen entspricht (somit) einem bestimmten Element
in einer seiner drei Zustandsformen. Daraus ergeben sich zwölf
differenzierte Grundtypen, die jedoch - wie eingangs schon
dargestellt - nur den Hintergrund, den mit Eigenschaften
versehenen Meßkreis für den Stand der Planeten bilden. Da
jedes Horoskop verschiedene Planeten in verschiedenen
Tierkreiszeichen aufweist, gibt es den "reinen" Widder- oder
Zwillingtyp natürlich nicht. Jedes Horoskop stellt eine ganz
individuelle, sehr komplexe und meist auch sehr vielfältige
Verbindung verschiedener Anteile dar.
Zum Verständnis der
Tierkreiszeichen kann man sowohl auf die typologische
Entsprechung des jeweiligen Elementes als auch auf die
Charakteristik des Planeten zurückgreifen, der nach
astrologischem Sprachgebrauch über das betreffende Zeichen
"herrscht" - beides ist den folgenden kurzen Beschreibungen
jeweils vorangestellt.
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Widder Kardinales Feuer; Herrscher: Mars
Willenskraft, Impulsivität, Initiative, Mut, Energie,
Tatendrang. Geht häufig mit dem Kopf durch die Wand.
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Stier Fixe Erde; Herrscher: Venus
Sinnlichkeit, Genußfreude, Beharrlichkeit,
Sicherheitsstreben. Sieht nur rot, wenn man ihn wirklich
lange reizt
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Zwillinge Veränderliche Luft; Herrscher: Merkur
Geist, Witz, Kommunikation, Beweglichkeit, Lernfreude.
Guckt immer wieder gerne in die Luft.
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Krebs Kardinales Wasser; Herrscher: Mond
Gefühlsbetontheit, Eigenwilligkeit, Geborgenheit, Nähe.
Für seine Familie tut er alles
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Löwe Fixes Feuer; Herrscher: Sonne Glanz,
Großzügigkeit, Organisation, Mittelpunktstreben. Schnappt
sich gern den Löwenanteil.
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Jungfrau Veränderliche Erde; Herrscher: Merkur
Genauigkeit, Unterscheidungssinn, Notwendigkeit,
Nützlichkeit. Trägt vorzugsweise die Brille der Kritik.
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Waage Kardinale Luft; Herrscher: Venus Sinn
für Schönheit und Proportion, Takt, Ausgleich, Harmonie.
Bleibt beim Wägen oft in der Schwebe.
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Skorpion Fixes Wasser; Herrscher: Pluto
Zersetzung, Leidenschaft, bohrende Fragen,
Grenzsituationen. Hadert häufig mit herbeigerufenen
Geistern.
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Schütze Veränderliches Feuer; Herrscher: Jupiter
Freiheitsliebe, Unbekümmertheit, Bewegungsfreude,
Frohsinn. Leidet schnell an Fernweh und ist oft gerade
woanders.
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Steinbock Kardinale Erde; Herrscher: Saturn
Durchhaltevermögen, Zielbewußtheit, Stolz, Ehrgeiz.
Versteigt sich mitunter im Hochgebirge.
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Wassermann Fixe Luft; Herrscher: Uranus
Kommunikationsfreude, Humanität, Modernität,
Brüderlichkeit. Ein gelegentlich überraschend
starrköpfiger Weltbürger.
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Fische Veränderliches Wasser; Herrscher: Neptun
Sensibilität, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Geselligkeit.
Anpassungsfähig, aber schwer zu fassen.
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Wie schon eingangs erwähnt, geben die
astrologischen Häuser Aufschluß darüber, welche Lebensbereiche
eines Menschen in seinem Horoskop besonders betont sind. Dabei
stellt jedes der zwölf Häuser einen bestimmten Lebensbereich
dar. Die Häusereinteilung eines Horoskops ist besonders
individuell, da sie nicht nur von der genauen Uhrzeit der
Geburt, sondern auch von der geographischen Position des
Geburtsortes abhängig ist und sich von Fall zu Fall sehr rasch
ändern kann.
Jedes Horoskop wird durch zwei
Hauptachsen in eine Ost- und eine Westhälfte sowie in eine
Nord- und eine Südhälfte geteilt. Die vier Schnittpunkte
dieser beiden Achsen mit dem Tierkreis bestimmen die Teilung
des Horoskops in die astrologischen Häuser, auch Felder
genannt. Jedes der so ermittelten Viertel wird noch einmal
dreigeteilt, wofür verschiedene mathematische Modelle in
Gebrauch sind. Aus diesem Grund gibt es eine ganze Reihe
verschiedener Häusersysteme (Placidus, Koch, Regiomontanus,
Äqual, Vehlow usw.), die sich jedoch meist nur in der
Ermittlung dieser sogenannten Zwischenhäuser unterscheiden.
Die Grenzen der Häuser denkt man
sich nicht so scharf und exakt wie die Grenzen der einzelnen
Tierkreiszeichen. Planeten, die am Ende eines astrologischen
Hauses stehen, werden oft so gedeutet, als stünden sie am
Anfang des darauf folgenden Hauses.
Die Horizontachse Aszendent -
Deszendent Individualität und Gegenüber
Die Achse, die das Horoskop in
eine obere, tagseitige und eine untere, nachtseitige Hälfte
teilt, stellt den Horizont des Geburtsortes zum Zeitpunkt der
Geburt dar. Wo sie den Tierkreis im Osten schneidet, liegt der
Anfang oder die sogenannte Spitze des ersten Hauses, der
Aszendent; gegenüber liegt die Spitze des siebten Hauses, der
Deszendent. Die Bedeutung dieser Häuser wird auf der nächsten
Seite noch näher ausgeführt. Planeten, die in der Nähe des
Aszendenten stehen, befinden sich kurz vor oder nach ihrem
Aufgang, Planeten in der Nähe des Deszendenten sind kurz vor
oder nach ihrem Untergang.
Die Meridianachse Imum Coeli -
Medium Coeli Herkunft und Lebensausrichtung
Die zweite wichtige Achse im
Häusersystem ist die sogenannte Meridianachse, die das
Horoskop in eine östliche (in der Horoskopzeichnung: die
linke) und eine westliche Seite teilt. Der tagseitige, obere
Schnittpunkt dieser Achse mit dem Tierkreis heißt MC (Medium
Coeli, Himmelsmitte), der nachtseitige, untere heißt IC (Imum
Coeli, Himmelstiefe). Planeten, die sich in der Nähe des MC
befinden, nehmen den höchstmöglichen Platz am Himmel des
Geburtsortes ein, Planeten in der Nähe des IC befinden sich
dagegen sozusagen unter unseren Füßen auf der anderen Seite
der Erde.
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1. Haus
(Aszendent) - Persönlichkeit und Individualität
Zusammen mit Sonne und Mond ist der Aszendent einer der
wichtigsten Einzelfaktoren im Horoskop. Das Zeichen an der
Spitze des ersten Hauses läßt Schlüsse auf die Persönlichkeit,
das Temperament und die Konstitution eines Menschen zu; es
zeigt seine unmittelbare Reaktionsweise und auch die Art und
Weise, wie sich dieser Mensch nach außen hin darstellt. Dem
Planeten, der über das Zeichen an der Spitze des ersten Hauses
herrscht, kommt in der Deutung des Horoskops besondere
Bedeutung zu.
2. Haus - Erwerb und Besitz
Die Besetzung des zweiten Hauses gibt Auskunft über die
materiellen Lebensumstände, den Erwerbssinn sowie das
Verhältnis eines Menschen zu Besitz und materiellen Mitteln,
zu denen auch der eigene Körper zählt.
3. Haus -
Unmittelbare Interessen und Beziehungen Das dritte
Haus und ggf. seine Besetzung durch Planeten läßt auf das
Verhältnis zu Geschwistern schließen, auf die Art und Weise
der alltäglichen Kommunikation und der alltäglichen
Beziehungen zu anderen Menschen.
4. Haus (IC) -
Herkunft und Familie Das 4. Haus gibt Aufschluß über
die Herkunft eines Menschen, über sein Elternhaus und über die
Umstände, unter denen er aufgewachsen ist. Hier zeigen sich
der Familiensinn eines Menschen sowie seine Einstellung zu
Grund und Boden; auch das Vaterbild sowie das Verhältnis zum
Vater lassen sich hier erkennen.
5. Haus -
Kreativität und Vergnügen Die Besetzung des fünften
Hauses ermöglicht Schlüsse auf die Sexualität und Erotik, das
Spielverhalten und allgemein die kreativen Äußerungsweisen
eines Menschen; auch das Verhältnis zu Kindern, Vergnügungen
und Lustbarkeiten läßt sich hier ersehen.
6. Haus -
Alltag und Arbeit Das 6. Haus gibt Aufschluß über das
Verhältnis zur alltäglichen Arbeit und die in diesem Bereich
nötigen Umstände und Voraussetzungen, zudem läßt es das
Verhalten gegenüber Untergebenen erkennen. Auch Körperpflege
und -hygiene sind Entsprechungen dieses Bereiches, aus dem
sich mitunter auch die Tendenz zu bestimmten erworbenen
Krankheiten ablesen läßt.
7. Haus (Deszendent) -
Beziehung und Partnerschaft Das Zeichen am
Deszendenten sowie die Besetzung des siebten Hauses geben
Aufschluß über das Verhalten eines Menschen bei der
Partnerwahl und folglich auch über seine Beziehungen und
Partnerschaften. Oft fühlen wir uns unwillkürlich angezogen
von Menschen, in deren Horoskop das Zeichen unseres eigenen
Deszendenten betont ist.
8. Haus - Materielle
Verluste und das Verhältnis zu gemeinschaftlichem Gut
Das 8. Haus und seine Besetzung durch Planeten geben
Hinweise auf das Verhältnis eines Menschen zu materiellen
Verlusten bzw. zu gemeinschaftlichem Besitz - Steuern wären
etwa ein schönes Beispiel dafür, wie nahe sich diese beiden
Bereiche sind. Die traditionelle Astrologie stellt überdies
eine Beziehung dieses Hauses zu Tod und Metaphysik her - aus
heutiger Perspektive wäre dann der Tod als Extremfall
materiellen Verlustes zu sehen, die Metaphysik als ein
besonders differenziertes Verhältnis zu diesem Verlust, der
uns ja alle irgendwann einmal treffen wird.
9. Haus
- Weltanschauung und ferne Länder Das 9. Haus gibt
Aufschluß über die geistige Haltung, die Philosophie und
Weltanschauung eines Menschen, die ja oft auch durch Reisen in
ferne Länder wesentlich beeinflußt wird. Im 9. Haus finden
sich wichtige geistige Grundvoraussetzungen für die Inhalte
des 10. Hauses (s.u.).
10. Haus (MC) - Beruf und
Berufung Auch diesem Haus kommt besondere Bedeutung
zu, da es hier nicht nur um Berufswahl, Beruf und Berufung
eines Menschen geht, sondern auch um eine
Entwicklungsrichtung, die er im wesentlichen während seines
ganzen Lebens beibehalten wird. Der traditionellen
Überlieferung wie auch neueren Erfahrungen zufolge gibt dieses
Haus zudem Auskunft über das Mutterbild eines Menschen sowie
über seine Beziehung zur Mutter.
11. Haus - Freunde
und das Verhältnis zur Gesellschaft Das 11. Haus läßt
nicht nur die Beziehungen zu Freunden und Menschen erkennen,
die es gut mit uns meinen oder von denen wir etwas lernen
können, sondern es zeigt uns auch, wie wir selbst uns in der
Rolle des Wohltäters oder Lehrers verhalten. Außerdem gibt das
11. Haus Aufschluß über unsere Beziehung zu der Gesellschaft,
in der wir leben.
12. Haus - Anonymität und
Überpersönliches Dieses Haus gibt Auskunft über unser
Verhältnis zu jenen Bereichen, in denen unsere individuelle
Persönlichkeit keine Rolle spielt und vor einem größeren
Ganzen zurücktritt oder sich darin auflöst. Traditionell
werden an dieser Stelle meist Krankenhäuser, Kasernen,
Gefängnisse und psychiatrische Einrichtungen als Beispiele
genannt, doch ebensogut mag man an Klöster und andere Orte der
Zurückgezogenheit denken.
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Die Aspekte sind die
verschiedenen Abstände - als Winkel im Tierkreis gemessen -,
die die Planeten in einem Horoskop zueinander und zu den
beiden besonders wichtigen Häuserspitzen Aszendent und MC
haben. Wie bei allen anderen Meßvorgängen begnügt sich die
Astrologie jedoch nicht damit, diese Abstände bloß zu messen,
sondern sie bewertet sie auch als entweder harmonisch,
disharmonisch oder neutral. Dabei wird jedoch nicht jeder
beliebige Abstand zwischen zwei Planeten als Aspekt gewertet.
Nur ganz bestimmte Abstände gelten als Aspekte, wobei man
allerdings z.T. beträchtliche Spielräume, sog. Orbes, zuläßt
(s. untenstehende Tabellen). Hier zunächst die wichtigsten
Aspekte, die sog. Hauptaspekte:
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Konjunktion - Abstand 0° Die Konjunktion
wird als tendenziell harmonischer Aspekt aufgefaßt, ihre
Qualität hängt jedoch stark von der Natur der beteiligten
Planeten und auch davon ab, wie genau der Aspekt ist. So wird
etwa eine Konjunktion von Sonne und Merkur allgemein als
harmonischer Aspekt beurteilt; beträgt der Abstand der beiden
Planeten jedoch weniger als einige Grad, so spricht man
traditionell von einem "verbrannten" Merkur mit
entsprechenden, wenig wünschenswerten Auswirkungen. Generell
stellt die Konjunktion zweier Planeten eine unmittelbare
Verbindung dar, die mehr oder weniger gut gelingt.
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Opposition - Abstand 180° Die Opposition
wird im allgemeinen als disharmonischer Aspekt aufgefaßt, doch
eigentlich wirkt sie meist motivierend und herausfordernd.
Auch hier hängt wie schon bei der Konjunktion die Qualität des
Aspektes vom Charakter der beteiligten Planeten und natürlich
auch ganz stark davon ab, was man daraus macht. Generell
erzeugt die Opposition zweier Planeten ein Spannungsverhältnis
zwischen diesen Wesenskräften, das sich meist als sehr
fruchtbar erweist.
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Quadrat - Abstand 90° Das Quadrat gilt
allgemein als disharmonischer Aspekt, man spricht von einer
Sperrung der beteiligten Wesenskräfte. Die Problematik, die
sich aus einem Quadrat ergibt, wird man auf die eine oder
andere Weise immer wieder zu spüren bekommen. Die
Schwierigkeit besteht darin, zwei Wesenskräfte miteinander zu
vereinbaren, die in ganz verschiedene Richtungen streben. Dies
äußert sich meist in Wünschen und Bedürfnissen, die sich
gegenseitig ausschließen.
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Trigon - Abstand 120° Das Trigon wird
grundsätzlich als harmonischer Aspekt aufgefaßt, die
beteiligten Wesenskräfte arbeiten zusammen, ergänzen und
bereichern sich gegenseitig. Trigone können als natürliche
Begabungen gedeutet werden, die man entweder brachliegen
lassen oder auch ausbauen kann.
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Sextil - Abstand 60° Das Sextil gilt als
tendenziell harmonischer Aspekt, wiederum in Abhängigkeit von
der Natur der beteiligten Planeten.
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Feinaspekte
Außer den oben aufgeführten
Hauptaspekten gibt es noch eine ganze Reihe von Feinaspekten,
die meist Unterteilungen der Hauptaspekte darstellen und erst
herangezogen werden, wenn ein Horoskop in seinen Grundzügen
bereits gedeutet und verstanden ist. So fügen sie sich in das
Gesamtbild ein und können dann wichtige ergänzende Hinweise
bieten. Der Orb bzw. die zulässige Abweichung vom exakten
Abstand ist bei den Feinaspekten wesentlich geringer (s.
Tabellen). Die gebräuchlichsten Feinaspekte sind: |
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Halb- oder
Semiquadrat - Abstand 45°, disharmonisch |
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Anderthalb-
oder Sesquiquadrat - Abstand 135°, disharmonisch |
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Halb- oder
Semisextil - Abstand 30°, neutral |
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Quinkunx -
Abstand 150°, neutral |
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Quintil -
Abstand 72°, harmonisch |
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Biquintil -
Abstand 144°, harmonisch |
Orbes
Bei der Astrodienst-Zeichnung Typ 2.A verwendete Orbes
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Bei den Astrodienst-Zeichnungen Typ
2.AT, 2.GR und 2.GW verwendete Orbes. Diese Orbes werden auch
von Liz Greene verwendet. Auf unserem Web-Server ist dies die
Normaleinstellung.

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